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Es gibt eine erhebliche Umverteilung

Der neue Rentenpräsident kritisiert in seinem ersten Interview das Rentenpaket der Bundesregierung und warnt vor Altersarmut. Bei den Auszahlungen rechnet er mit Verzögerungen.

Die Deutsche Rentenversicherung rechnet damit, dass es auch bei der  Auszahlung der Rente ab 63 teilweise zu Verzögerungen kommen wird.

“Bei der Umsetzung gehen wir im Moment davon aus, dass etwa zwei Drittel der Antragsteller dienötigen 5 Beitragsjahre ohne Zeiten der Arbeitslosigkeit nachweisen können. In diesen Fällen dürfte alles reibungslos klappen und die Zahlung im Juli auf den Weg gebracht werden. Beim restlichen Drittel kann es länger dauern, weil uns bestimmte Informationen nicht vorliegen und hier teils aufwendige Recherchen nötig sind”,sagte der neue Präsident der Deutschen Rentenversicherung, Axel Reimann, derSüddeutschen Zeitung.

Reimann wies darauf hin, dass die Rentenversicherung in einzelnen Fällen
nachforschen müsse, um welche Zeiten der Arbeitslosigkeit es sich handelt. Da aberdie nötigen Daten für eine solche Prüfung nicht vorlägen, sei die Behörde auf die Mithilfe der Versicherten oder auch der Krankenkassen angewiesen. “All das kann eine Zeit dauern. Die Renten werden dann rückwirkend ausgezahlt”, sagte Reimann.

Nach seinen Angaben sind bei seiner Behörde bereits 6000 Anträge für die Rente ab 63 eingegangen.

Scharfe Kritik an der Finanzierung der Mütterrente

Die Bundesregierung erwartet, dass im Jahr der Einführung 200.000 Pflichtversicherte die Rente ab 63 beanspruchen werden. 40.000 freiwillig
Versicherte könnten dazu kommen. “Wir können uns aber auch durchaus vorstellen, dass das Angebot noch mehr Versicherte nutzen werden”, sagte der Rentenpräsident, ohne genaue Zahlen zu nennen.

Der Kompromiss

Der Kompromiss, Zeiten der Arbeitslosigkeit im Regelfall in den letzten zwei Jahren vor Eintritt in den vorgezogenen Ruhestand nicht zu berücksichtigen, werde dazu beitragen, eine zusätzliche Welle von Frühverrentungen mit 61 oder 62 Jahren zu verhindern.

Die Neuregelung insgesamt hält er für problematisch, insbesondere weil
sie durch Rentenbeiträge und nicht durch Steuermittel finanziert wird.