Pflegestützpunkte dienen als zentrale Anlaufstelle für betroffene Pflegebedürftige und deren Angehörige. Im Zug der Pflegereform 2008 wurde die Einrichtung von Pflegestützpunkten in ganz Deutschland beschlossen.

Wohnortnah und flächendeckend

Pflegestützpunkte sollen wohnortnah und flächendeckend nicht nur über Pflege informieren, sondern allen Ratsuchenden ein breites Angebot hinsichtlich pflegerischer, medizinischer und sozialer Informationen und Hilfestellungen zur Verfügung stellen. Die Beratung der Pflegestützpunkte ist kostenlos, der Ratsuchende kann sich frei entscheiden, welche Hilfeangebote er in Anspruch nehmen möchte.

In einigen Fällen sind auch Hausbesuche in einer Beratung enthalten. So können die sich die Mitarbeiter der Pflegestützpunkte ein besseres Bild über die Wohnsituation und sinnvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Situation und sinnvolle Hilfeangebote machen.

Folgende Fragen können in diesem Zusammenhang beispielsweise geklärt werden:

  • Bestimmung des Hilfebedarfs bei Pflegebedürftigkeit und Krankheit
  • Motivierung zur Hilfeannahme
  • Organisation und Finanzierung von Hilfen in der häuslichen Umgebung
  • Vorsorge fürs Alter
  • Entscheidungshilfe zum Verbleib in der häuslichen Umgebung

Verschiedene Institutionen arbeiten zusammen

Wichtig ist dabei, dass Pflegestützpunkte neutral sein sollen. Wissenschaft, Forschung, Ärzte, Kliniken, Vereine, kirchliche Träger und Selbsthilfegruppen arbeiten dabei eng zusammen, um das Hilfeangebot so effektiv wie möglich zu gestalten und alle Bereiche abzudecken. In diesem Zusammenhang wurde bei der Installation der Pflegestützpunkte auch auf vorhandene Strukturen zurückgegriffen, die dabei sinnvoll ergänzt wurden.

eine Auflilstung über die vorhandenen Pflegestützpunkte in Deutschland finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.