Wie in dem Artikel  “Überdosis Vitamin” der Süddeutschen Zeitung  heute zu lesen war, haben neue Studien ergeben, das die Einnahme von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln nicht ohne weiteres zu empfehlen ist.

Ohne das Auftreten von Beschwerden aufgrund von Mangelernährung sollten keine Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Heute werden die Präparate oftmals zur Steigerung der Wohlgefühls oder als Gesundheitsvorsorge zu sich genommen, dies scheint angesichts der Studien nicht sinnvoll.

So wurde an der Universität Ostfinnland eine Studie mit 40.000 älteren Frauen durchgeführt, die über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren beobachtet wurden. Dabei soll sich herausgestellt haben, dass die Frauen häufiger an Krebs und Herzkreislaufleiden starben, die regelmäßig Multivitaminpräparate oder Mineralstoffe zu sich genommen hatten.

Eine weitere Studie, durchgeführt unter der Leitung des Urologen Eric Klein stellte fest, dass unter Männern, die regelmäßig Vitamin-E-Präparate zu sich nehmen, Prostata-Krebs um 17 Prozent häufiger vorgekommen sein soll.

Deshalb sollten Vitamin- und Mineralpräparate nur dann zu sich genommen werden, wenn Beschwerden aufgrund von Mangelzuständen festgestellt werden, so Jaakko Murso von der Universität Ostfinnland.

Vitamine, die wir aus der Ernährung mit Obst, Gemüse, Fisch und Getreide beziehen, sind lebenswichtig. Anscheinend entfalten aber die Substanzen aus der Natur nur im Zusammenspiel mit den anderen enthaltenen Stoffen ihre wertvolle Wirkung.

Da mittlerweile auch einige Vitamine den im Handel erhältlichen Produkten als Konservierungsmittel beigesetzt werden, nimmt man ohnehin schon Vitaminzusätze zu sich, ohne es sonderlich zu merken. Gute Beispiele hierfür ist die L-Ascorbinsäure (E 300) oder Vitamin E, das als E307 bezeichnet wird.

Ergänzungspräparate können auf jeden Fall dann sinnvoll sein, wenn Beschwerden durch den Mangel an einem Vitamin oder Mineral hervorgerufen wird. Dann sollte man die Vorgehensweise mit seinem Arzt besprechen.

In bestimmten Situationen wie z.B. Schwangerschaften oder nach Krankheiten und Operationen kann eine Zusatzversorgung durch Ergänzungspräparate durchaus sinnvoll und wichtig sein.

 

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