medizinische versorgung patientenakten

Der Klinikkonzern Marseille AG unterhält ein Informationsportal für Angehörige, die sich dort über den Gesundheitszustand von Angehörigen in einer Marseille-Einrichtung informieren können.

Verwandte können sich auf der Website www.meingesundheitsbuch.de jeweils aktuell über die Pflege und den Gesundheitszustand durch sogenannte aktuelle Vitaldaten der Verwandten informieren.

Das Projekt war 2010 einzigartig und sollte in erster Linie dem von Angehörigen oft gewünschten besseren Einblick in die Pflegeleistungen Rechnung tragen. Die Daten auf der Website sind SSL-verschlüsselt und nur für berechtigte Personen mit persönlichem Passwort zugänglich. Ein hoher Datenschutz soll gesichert sein.
Die Daten selber sollen den originalen Pflegeakten entstammen. So werden zum Beispiel Körpertemperatur, Gewicht und Blutdruck der Patienten, die Medikamentenvergabe, Pflegebehandlungen oder die Teilnahme an Veranstaltungen innerhalb der Einrichtung online mit verfolgt werden

Anhand der Pflegeplanung und -dokumentation sehen Angehörige oder Betreuer, um welche Uhrzeit Maßnahmen wie etwa Medikamentengabe, Baden, Dekubitusprophylaxe (Maßnahmen zur Vorbeugung eines Druckgeschwürs) oder andere Therapien geplant und durchgeführt wurden. Die Dosierungen der verabreichten Medikamente sollen sich genauso nachverfolgen lassen, wie mögliche Veränderungen der Medikamentenvergabe. Auch Arztbesuche und die Diagnosen sind in dem Gesundheitsbuch ersichtlich.

Für Angehörige, die sich örtlich weiter weg befinden, ist das Portal nach Angaben von Testnutzern aus dem Kreis von Angehörigen eine große Erleichterung. Lassen sich doch sonst viele Informationen nur im direkten Gespräch austauschen.

2011 erhielt die Masrseille Kliniken AG dafür vom Medizin-Management-Verband den zweiten “Medizin-Management-Preis”.
Mit 60 Pflegeheimen und rund 4.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Marseille AG ein großer Vertreter von Pflegeeinrichtungen in Deutschland und es wäre interessant, die Meinungen und Erfahrungen von Nutzern der Online-Pflegeakte zu erfahren.
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